Wenn niemand eine Ursache findet: Psychosomatische Beschwerden verstehen

Veröffentlicht am Kategorisiert als Psychosomatik & Körperarbeit
Psychosomatische Beschwerden verstehen – Verbindung von Körper, Psyche und Kieferverspannungen

Hinweis: Dieser Artikel wurde ursprünglich am 13.04.2024 veröffentlicht und für 2026 aktualisiert.

Psychosomatik – ein Begriff, den viele schon gehört haben, aber nur wenige wirklich verstehen.

Oft wird er schnell mit „etwas eingebildet“, „psychisch gestört“ oder „ist nicht so schlimm“ abgestempelt.
Doch die Realität sieht anders aus.

Viele meiner Klienten kommen genau deshalb zu mir:
Mit psychosomatischen Beschwerden, für die es scheinbar keine Ursache gibt.
Symptome, bei denen Ärzte ratlos sind. Und genau hier beginnt meine Arbeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, bei denen Psyche und Körper zusammenwirken – und sie sind real, nicht eingebildet.
  • Häufige Auslöser sind Stress, innere Anspannung und ungelöste Konflikte.
  • Typische Symptome: Kieferverspannung, Zähneknirschen, Schmerzen, Erschöpfung, Tinnitus.
  • Oft gibt es dafür keine klare medizinische Diagnose.
  • Das Ziel ist, den Körper zu verstehen, statt nur Symptome zu bekämpfen.

Mein Weg zur Psychosomatik

Mein Weg startete 2006 mit der Ausbildung zur Heilpraktikerin.

Zwei Jahre drückte ich nahezu jedes Wochenende erneut die Schulbank.
„Nebenbei“ war ich vollzeitbeschäftigt als Industriekauffrau.
Ich liebte es, endlich wieder so viel Neues zu lernen.

Dann kam der Ernst – die Prüfung.
Mehrfach flog ich durch.
Startete immer wieder neu. Drei Jahre lang.

Ich wiederholte und lernte immer wieder den gesamten Stoff aller Organkreise – für jede einzelne Prüfung.

Meine Praxis-Kollegen fragten mich immer wieder:
„Warum machst du das? Warum machst du nicht den Heilpraktiker für Psychotherapie? Das ist doch das, was du mit Menschen machst – hinter die Kulissen schauen.“

Stimmt, irgendwie war das so.
Und trotzdem: Ich wollte keine „Psychotante“ sein.

Der Grund war also ganz offensichtlich klar 🙂

Also ging ich ein weiteres Jahr zur Abendschule.
Für den hierzulande sogenannten „kleinen Heilpraktiker“.
Kein besonders wertschätzender Titel.
Der Rest meines Weges ist Geschichte.

Warum war dieser Weg so wichtig für mich?

Kurzantwort: Dass ich den gesamten Körperstoff für die Prüfungen immer wieder wiederholen musste, entpuppte sich rückblickend als ein Geschenk.

War also die somatische Heilpraktiker-Ausbildung und die mehrfach „gescheiterten“ Prüfungen vergebens? Absolut nicht.

Genau dieses Wissen hilft mir heute dabei, psychosomatische Beschwerden ganzheitlich zu verstehen. Viele meiner Klienten kommen mit körperlichen Symptomen zu mir – oft nach einer langen Ärzte-Odyssee, ohne klare Diagnose.

Was sind psychosomatische Beschwerden?

Einfach gesagt: Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, die sich nicht oder nicht vollständig organisch erklären lassen.

Laut Duden ist Psychosomatik die „Wissenschaft von der Bedeutung psychischer Vorgänge für Entstehung und Verlauf von Krankheiten“.

Der Begriff setzt sich zusammen aus „Psyche“ (Seele) und „Soma“ (Körper). Und genau darum geht es – um das Zusammenspiel von Seele und Körper als Einheit.

Wichtig ist mir dabei: Diese Beschwerden sind nicht eingebildet.
Sie sind real – nur liegt die Ursache oft woanders.

Wenn Ärzte nicht mehr weiter wissen

Sprechen Ärzte von psychosomatischen Ursachen, sind sie meist mit ihrem Latein am Ende. Vielleicht kennst du das:

  • Du warst bei verschiedenen Fachärzten
  • Organisch ist alles „in Ordnung“
  • Und am Ende heißt es: „Geh mal zum Psychologen“

Für viele ist genau das der Punkt, an dem sie aussteigen.

Ich wollte keine „Psychotante“ sein

Vor gut 20 Jahren startete ich mit der Psychokinesiologie.
Ein wunderbares Werkzeug, um den Körper zu lesen.

Ich liebte es, tief einzutauchen.
In die Vergangenheit.
In alte Konflikte.
In Kindheits-Themen.
Manchmal sogar in das, was vor diesem Leben war.

Die Suche nach der einen Ursache.
Dem einen Moment.
Nach dem einen unerlösten Konflikt, der alles erklärt.

Doch irgendwann wurde mir klar:
Es hörte nie auf.
Es schien jedoch nur dieses Modell zu geben:
Du musst erst durch den ganzen Schmerz durch – dann wird es besser.

Der anstrengende Weg der klassischen Psychosomatik

Vielleicht hast du bis hierhin einige Male genickt?

Denn genau das ist der Punkt, warum viele Menschen sich gar nicht erst mit Psychosomatik beschäftigen. Wer möchte schon

  • alles Erlebte wieder aufrollen und zum x-ten Mal durchkauen?
  • sich durch die Themen der eigenen Vergangenheit und die vielen Jahre durcharbeiten?
  • immer wieder „zurück zum Anfang“ gehen?

Gerade wenn man schon länger auf diesem Planeten lebt:
Wie lange soll das alles dauern bis es leichter wird?

Geht das auch anders?

Kurzantwort: Ja.😊

Versteh mich bitte nicht falsch:
Ich bin unendlich dankbar für alles, was ich gelernt habe.
Für alle Methoden, Konzepte und Werkzeuge.

Und gleichzeitig hat sich etwas verändert.

Heute stehen uns allen Möglichkeiten zur Verfügung, die im Hier und Jetzt ansetzen.

Du musst nicht erst alles aufarbeiten und am Anfang starten.
Du musst nicht durch jeden Schmerz gehen.

Der Körper kann sich meistens viel schneller regulieren.
Viele Symptome verändern sich und manchmal sogar überraschend schnell. 

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Welche psychosomatischen Beschwerden sind typisch?

Psychosomatische Beschwerden können sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen.

Häufige Beispiele:

  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Zähnepressen
  • Kieferverspannungen
  • Nacken- und Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus oder Ohrgeräusche
  • innere Unruhe oder Erschöpfung

Gerade im Kiefer zeigt sich oft, was innerlich unter Druck steht.

Kiefer & Psychosomatik – meine Spezialisierung

Seit 2010 – also seit mehr als 15 Jahren – begleite ich Menschen mit Zähneknirschen, Kieferpressen und chronischen Verspannungen im Kieferbereich.

Viele kommen zu mir, nachdem sie bereits alles ausprobiert haben.

Ärzte und Zahnärzte empfehlen häufig meine Art der Arbeit weiter – besonders dann, wenn keine klare organische Ursache gefunden wird.

Denn der Kiefer ist ein zentraler Ort für Stressverarbeitung.

Hier zeigt sich oft sehr deutlich, was wir „festhalten“.

👉 Vielleicht kennst du das: Dein Kiefer ist ständig angespannt, ohne dass du genau weißt, warum.

Kiefer & Psychosomatik: Wenn Stress im Kiefer sitzt

  • Häufige Anzeichen: Zähneknirschen (Bruxismus), Zähnepressen, Kieferschmerzen
  • Weitere Symptome: Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Tinnitus
  • Ursache: Innere Anspannung, Stress oder „Zurückhalten“ von Emotionen
  • Warum der Kiefer? Er reagiert besonders sensibel auf Druck – körperlich wie emotional
  • Wichtig: Oft bleibt die Ursache unerkannt, obwohl die Beschwerden stark sind
  • Ansatz: Entlastung des Nervensystems statt reine Symptombehandlung

Wenn dein Körper längst mit dir spricht

Symptome haben eine Funktion.

Auch wenn sie sich unangenehm anfühlen:
Sie sind kein Zufall.

Die entscheidende Frage ist nicht nur: „Wie bekomme ich das weg?“
Sondern: „Was will mir mein Körper sagen?“

Lies gerne in diesem Artikel mehr:
„Dein Körper schreit nicht – er flüstert zuerst: Hörst du ihn?„

Vertiefe das Thema: Verwandte Artikel

Psychosomatische Beschwerden zeigen sich sehr unterschiedlich – von Körpersignalen über Schmerzen bis zu konkreten Körperprozessen. Wenn du tiefer einsteigen willst:

FAQ zu psychosomatischen Beschwerden

Was sind psychosomatische Beschwerden?

Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, die sich nicht oder nicht vollständig organisch erklären lassen. Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass Psyche und Körper dabei eng zusammenwirken. Die Beschwerden sind trotzdem real, nicht eingebildet.

Woran erkennt man psychosomatische Beschwerden?

Typische Anzeichen sind Kieferverspannungen, Zähneknirschen, Nacken- und Rückenschmerzen, Tinnitus oder innere Unruhe und Erschöpfung – oft ohne klare medizinische Diagnose. Ich sehe in meiner Arbeit besonders häufig, dass sich Stress zuerst im Kiefer zeigt.

Sind psychosomatische Beschwerden eingebildet?

Nein. Ich betone das in meiner Arbeit immer wieder: Psychosomatische Beschwerden sind genauso real wie rein organische Beschwerden, nur liegt die Ursache oft woanders – im Zusammenspiel von Stress, Emotionen und Körper.

Was hilft bei psychosomatischen Beschwerden?

In meiner Erfahrung helfen Ansätze im Hier und Jetzt oft schneller als die klassische, aufarbeitende Psychosomatik. Ich arbeite dafür unter anderem mit Gesprächen, Access Bars® und Körperprozessen, die das Nervensystem direkt entlasten.

Muss man bei psychosomatischen Beschwerden immer alte Konflikte aufarbeiten?

Nein, das war lange mein eigener Glaubenssatz aus der klassischen Psychosomatik. Jedoch erlebe ich bis heute immer wieder, dass es auch anders geht. Der Körper kann sich oft regulieren, ohne dass man jeden alten Konflikt bis ins Detail aufrollen muss.

Und jetzt zu dir

Wie ist das bei dir?

  • Hast du organisch alles abgeklärt?
    Und trotzdem geht es dir nicht gut?
    Dann ist ein neuer Blick lohnenswert.

Dann frage ich dich ganz ehrlich:

Willst du das so lassen?
Oder bist du bereit, deine Beschwerden wirklich zu verstehen?

💫Lust auf mehr?

Willst du mehr darüber wissen? Dann lass uns reden:

15-20 Minuten, ganz unverbindlich.
Mein Geschenk: 1-2 Sofort-Tipps für Fragen, die in deine Welt passen.

Ich freu mich auf dich.
Katharina🍀

Von Katharina Bonné

ÜBER MICH: Leben darf einfach sein. Meine Haltung. War es das immer für mich? Ganz und gar nicht. Ich kenne das Gefühl, wenn der Kopf nicht still wird, der Verstand die Führung übernimmt und der Körper nicht zur Ruhe kommt. Als körperorientierte Heilpraktikerin für Psychotherapie & Coach arbeite ich u.a. mit Access Bars® und begleite Menschen genau an diesem Punkt dabei, ihr Nervensystem zu beruhigen - mit Klarheit, Körperarbeit und einer guten Portion Gelassenheit. Wahl ist immer möglich - hier und jetzt. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass Veränderung wirklich möglich ist. Mehr über mich erfährst du hier.

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